Endlich habe ich das Buch fertiggelesen und ich muss sagen, dass es in mir verschiedene Emotionen ausgelöst hat: Trauer, Wut, Hoffnung ...
Die Fremden und der Klan konnten kein friedliches Zusammenleben ermöglichen, was dazu führte, dass sich Umuofia auseinanderlebte.
Das Schlimmste an dem traurigen Ende des Buches ist, dass keine der beiden Gruppen, den Fremden und dem Klan, daran schuld ist!
Wir würden heutzutage sagen, dass jeder das Recht hat seine Meinung frei in aller Öffentlichkeit zu sagen und sich seine Religion aussuchen darf. Denn es ist sein Leben. Die Fremden in Umuofia erzählten den Dorfbewohnern von ihrer Religion und begeisterten diese für sie. Gewalt war nicht im Spiel! Beide Gruppen haben ihre eigenen Sitten und Bräuche und es lag an jedem einzelnen Bewohner, an welcher er sich anschließen möchte. Letztendlich kam es zum Zerfall des Dorfes, was niemand hätte gewaltlos verhindern können.
Okonkwo wurde mir in den letzten Kapiteln endlich sympathischer. Er kämpfte für das was ihm am Herzen lag. Seine negativen Charaktereigenschaften wie Aggressivität sind mir gar nicht mehr aufgefallen, da seine positiven Eigenschaften an Oberhand gewannen: Kampfgeist und Beschützerinstinkt für das was er liebte. Auch wenn er letztendlich nicht gewinnen konnte, hat er dennoch versucht zu beschützen, was ihm lieb war und war nicht bereit aufzugeben. Er hätte alleine gekämpft, auch wenn sich das gesamte Dorf gegen ihn verschworen hätte. Er hätte versucht ihnen die Augen zu öffnen.
Mir hat das Buch sehr gut gefallen! Es hat in mir von Kapitel zu Kapitel andere Emotionen ausgelöst und mich zum grübeln gebracht und so sollte meiner Meinung nach ein Buch sein: ansprechend und bedeutungsvoll. Es hat meine Erwartungen durchaus übertroffen und ich bin froh etwas derart Neues gelesen zu haben.
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